Arten von Bewerbungsgesprächen
Das Standardinterview
Der Interviewer stellt Standardfragen nach einem Fragenkatalog. Jeder Bewerber erhält die gleichen Fragen. Eine klare, faire Methode. Standardinterviews findet man oft in Großbetrieben, wenn eine große Zahl von Bewerbern interviewt und miteinander verglichen werden.
Das vertrauensvolle Interview
Der Interviewer stellt Fragen, die ihm gerade einfallen. Er erzählt aber auch von sich aus ganz offen die verschiedensten Dinge. Achtung: Gemütlichkeit als Methode! Lassen Sie sich nicht dazu hinreißen, allzu offen über sich zu sprechen.
Das Stressinterview
Vor allem in Jobs, in denen Konfliktmanagement gefragt ist, ist mit dieser Art von Interview zu rechnen. Dies betrifft etwa den Dienstleistungssektor, die Kundenbetreuung oder den Außendienst.
Dem Interviewer stehen verschiedene Varianten zur Verfügung:
Er stellt in schneller Form kurze und oft auch mehrere Fragen
Es gibt Gesprächsunterbrechungen durch Telefonate oder durch andere Personen (Sekretärin). Bleiben Sie ganz gelassen und konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche.
Es fallen provozierende Statements. Heikle oder sogar intime Fragen sollen Sie „aus der Reserve“ locken.
Kein Grund zur Nervosität. Werden Sie mit dieser Art von Interview konfrontiert, gilt als oberste Prämisse: Bleiben Sie gelassen und vertreten Sie immer deutlich Ihre eigene Position. Geben Sie sachliche Antworten, lassen Sie sich nicht provozieren und zeigen Sie keine Gefühlsausbrüche. Ist Ihnen eine Frage zu intim, machen Sie das aber auch klar. Entweder Sie spielen mit und zeigen keine Emotionen oder Sie beenden das Interview, falls die Fragen wirklich unter der Gürtellinie enden sollten.
Das Gruppeninterview
Oft wird die Befragung auch von mehreren Personen durchgeführt. Sprechen Sie primär mit dem Personalverantwortlichen, vernachlässigen Sie aber auch die anderen Gesprächspartner nicht. Hier gilt es bei der Runde generell einen guten Eindruck zu machen.

