Schnee von gestern

Donnerstag, 7. Juli 2005

Ein Anruf:

Bitte ich kann heute nicht kommen, weil es gestern geschneit hat.

Bewerbungen

Donnerstag, 7. Juli 2005

Diese Vorlage dient zum Niederschreiben der bisherigen Berwebungen:

Download

Europäischer Lebenslauf

Donnerstag, 7. Juli 2005

Seit 2002 gibt es nun einen europäischen Lebenslauf. Diese genormte
Fassung wurde vom Cedefop (Centre Europeen pour le Developpement de
la Formation Professionnelle) erstellt. Mit diesem europäischen Lebenslauf
sind Sie auf alle Fälle auf der sicheren Seite, wenn Sie sich im
europäischen Ausland bewerben wollen. Mit dem europäischen Lebenslauf
soll von Seiten der Politik ein Beitrag zur Mobilität der Arbeitnehmer in
Europa geleistet werden.
Durch den europäischen Lebenslauf können nun Qualifizierungen,
Kompetenzen und Berufserfahrungen der Bewerber aus unterschiedlichen
Ländern besser verglichen und damit auch bewertet werden.
Die EU-Kommission ruft alle Unternehmen und Bewerber auf, bei der
Erstellung und Anforderung von Lebensläufen dieses Muster zu benutzen,
um Angaben in allen EU-Staaten vergleichbar zu machen.
Der EU-Lebenslauf soll demnächst um ein Zeugnismuster ergänzt werden,
mit dem die Beurteilung von Arbeitnehmern ebenso standardisiert werden
soll. So erfolgt eine weitere Angleichung des Bewerbungsverfahrens in
Europa.
Der einheitliche Lebenslauf ist in allen EU-Sprachen erhältlich.
HIER gibts Vorlagen in allen Sprachen!

Inventur Ihres Angebots

Donnerstag, 7. Juli 2005

Inventur Ihres Angebots - alles hat einen Wert

Ein Dialog aus einem Kurs:

Trainer: TA , Teilnehmerin: TN

TA: "Was haben Sie bisher beruflich gemacht?"
TN: "Nichts."
TA: "OK - Jeder Arbeitgeber honoriert Ihr Angebot in gleicher Weise: Nichts!
Haben Sie wirklich - nichts - gemacht, noch nicht einmal gelebt?"
TN: "Doch, natürlich. Ich habe eine Ausbildung als Steuerfachgehilfin."
TA: "Gut, was haben Sie während Ihrer Ausbildung gemacht?"
TN: "Kaffee gekocht."
TA: "Wie lange war Ihre Ausbildung?"
TN: "Drei Jahre."
TA: "Sie haben also drei Jahre lang Kaffee gekocht - nur Kaffee gekocht und
dafür Lehrgeld erhalten. Können Sie mir Ihren Arbeitgeber nennen, diesen
Trottel würde ich gerne kennenlernen. - Oder haben Sie vielleicht noch
zusätzlich etwas gemacht? Zum Beispiel die Berufsschule besucht, Briefe
geschrieben, Akten bearbeitet ....?"
TN: "Ich habe die Unterlagen auf Vollständigkeit geprüft und abgeheftet. Ich.."
TA: "Sie kennen sich also mit Organisationssystemen und Büroorganisation aus?"
TN: "Ja, wenn Sie es so nennen wollen."

Ähnliche Dialoge ergeben sich in einem Bewerbungsseminar regelmäßig. Einige Teilnehmer bilden sich wirklich ein, „nichts" gemacht zu haben bzw. zu können. Das, was sie bisher gemacht haben, hat für sie keinen Wert - und wird nicht angeboten!

Jeder bekommt das, was er anbietet!
Wer „nichts" anzubieten hat, wird auch „nichts" bekommen.

Wenn Sie gleich Ihr Angebot zusammenstellen, dann nehmen Sie bitte alles auf, was für Sie ver-wert-bar erscheint. Für manchen Arbeitgeber ist vielleicht gerade das, was Sie für unwichtig halten, besonders wertvoll - und für Sie dann bare Münze.

Die Inventur Ihres bisherigen Werdeganges bietet Ihnen gleich mehrere Vorteile: Sie wissen, was Sie alles „besitzen", was Sie schon erreicht haben und können damit Ihren Lebenslauf erheblich leichter zusammenstellen!

TIPP:

Beantworten Sie sich die nachfolgenden Fragen ausführlich und schriftlich.
Sie erhalten damit ein klar strukturiertes Bild Ihres bisherigen Werdeganges.
Seien Sie gut zu sich, indem Sie gründlich sind - es ist Ihre Angebotspalette.

Ihre Schulausbildung

Welche Schulen haben Sie von wann bis wann besucht? Welchen Abschluß / Abschlüsse haben Sie? Welche Lieblingsfächer hatten Sie? Was hat Sie an diesen Fächern besonders interessiert?

Ihre Ausbildung und / oder Ihr Beruf vor dem Studium

Welche Ausbildung / Lehre haben Sie gemacht? Was hat Sie dazu bewogen, gerade diese Ausbildung zu machen? Bei welcher Firma waren Sie beschäftigt, mit welchem Abschluß? Welche Kenntnisse haben Sie dabei erworben? Welche Ihrer besonderen Fähigkeiten konnten Sie dabei nutzen? An welche positiven Erfahrungen erinnern Sie sich? Wo befindet sich Ihr Zeugnis?

Ihr Studium

Wo haben Sie studiert und wie lange? Weshalb haben Sie Ihr Studium begonnen? Welchen Studiengang haben Sie gewählt? Welche Fächerkombination hatten Sie? Was sprach für die Wahl dieser Fächer? Wie könnten Sie einen möglichen Fächerwechsel überzeugend erklären? Hatten Sie zusätzliche Interessensschwerpunkte? Welche? Wo zeigte sich Ihr gesellschaftliches / politisches Engagement? Welche plausiblen Argumente können eine außergewöhnliche Dauer erklären? Haben Sie Auslandssemester gemacht? Wo und mit welcher Absicht? Wo befindet sich Ihr Diplom / Abschluß?

Ihre praktischen Tätigkeiten während der Ausbildung

Haben Sie Praktika gemacht? Wo? Wie lange? Waren Sie als Assistent oder Hilfskraft tätig? Was haben Sie alles gemacht? Welche Jobs haben Sie noch gemacht? Welche waren beruflich interessant für Sie? Welche Kenntnisse haben Sie dabei erworben? An welche positiven oder negativen Erfahrungen erinnern Sie sich? Wo befindet sich die entsprechende Bescheinigung / das Zeugnis?

Ihre beruflichen Tätigkeiten nach der Ausbildung

Bei welcher Firma / welchen Firmen waren Sie tätig? Welche Stelle(n) hatten Sie inne? Welche Entwicklung haben Sie in dieser Firma / diesen Firmen gemacht? Mit welchen Aufgaben waren Sie betraut? Mit welchen Schwierigkeiten waren Sie konfrontiert? Welche Situationen haben Sie gut gelöst? Welchen Nutzen haben Sie Ihrem Unternehmen geboten? Welche Kenntnisse haben Sie dabei erworben? Welche positiven bzw. negativen Erfahrungen haben Sie während der Tätigkeit gemacht? Wie erklären Sie überzeugend Ihren beruflichen Wechsel? Wo befindet sich das Zeugnis / die Zeugnisse?

Arbeitsproben oder Veröffentlichungen

In welchen Medien haben Sie Texte / Bilder etc. veröffentlicht? Mit welcher Resonanz? Haben Sie ein Belegexemplar parat? Ihre thematischen Schwerpunkte / Vorlieben? Was hat Sie veranlaßt, zu veröffentlichen?

Ihr Wehrdienst / Zivildienst

Welche Erfahrungen haben Sie dabei gesammelt? Konnten Sie Lehrgänge / Fortbildungskurse besuchen? Mit welchen Inhalten? Qualifiziert Sie diese Tätigkeit auch beruflich? Haben Sie eine Bestätigung / Nachweis Ihrer Aufgaben und Leistungen?

Ihre Weiterbildung

An welchen Lehrgängen und Kursen haben Sie teilgenommen? Wie lange war die jeweilige Fortbildung und wo? Welche Kenntnisse haben Sie dabei erworben? Was hat Sie veranlasst, diese zu besuchen? Wo befindet sich das entsprechende Zeugnis / Zertifikat?

Ihre Auslandstätigkeiten

Wann und wo waren Sie im Ausland beschäftigt? Wie lange? In welcher Funktion / Tätigkeit? Welche beruflichen / persönlichen Erfahrungen haben Sie dabei gemacht? Was hat Ihnen gefallen - was nicht? Welche Kenntnisse und Fähigkeiten haben Sie dabei erworben? Wo befinden sich Bescheinigungen oder Zeugnisse?

Fachliteratur, die Sie regelmäßig lesen

Welche Publikationen / Zeitschriften lesen Sie regelmäßig? Welche Vor- und Nachteile fallen Ihnen hierzu ein?

Ihre Mitgliedschaft in Organisationen

Seit wann sind Sie Mitglied bei ...? Wo sind Sie sozial / gesellschaftlich / politisch aktiv? In welcher Funktion? Was ist Ihnen daran wichtig, was nicht?

Ihre Hobbys / Interessen

Welche Hobbys füllen Ihre Freizeit aus? Mit wieviel Zeit? Was fasziniert Sie gerade an diesen Hobbys? Hat ein Hobby Ihre Ausbildungs- oder Berufswahl beeinflußt? Welche nutzbaren Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen haben Sie dabei entwickelt / gemacht?

Ihre Fremdsprachenkenntnisse

Welche Fremdsprache(n) beherrschen Sie? Wie ist Ihr Kenntnisstand (Wort und Schrift)? Wo, wie und wann haben Sie diese Kenntnisse erworben? Sind Sie eventuell mehrsprachig aufgewachsen? Sehen Sie die Notwendigkeit / Möglichkeit der Verbesserung?

Arten von Bewerbungsgesprächen

Donnerstag, 7. Juli 2005

Das Standardinterview

Der Interviewer stellt Standardfragen nach einem Fragenkatalog. Jeder Bewerber erhält die gleichen Fragen. Eine klare, faire Methode. Standardinterviews findet man oft in Großbetrieben, wenn eine große Zahl von Bewerbern interviewt und miteinander verglichen werden.

Das vertrauensvolle Interview

Der Interviewer stellt Fragen, die ihm gerade einfallen. Er erzählt aber auch von sich aus ganz offen die verschiedensten Dinge. Achtung: Gemütlichkeit als Methode! Lassen Sie sich nicht dazu hinreißen, allzu offen über sich zu sprechen.

Das Stressinterview

Vor allem in Jobs, in denen Konfliktmanagement gefragt ist, ist mit dieser Art von Interview zu rechnen. Dies betrifft etwa den Dienstleistungssektor, die Kundenbetreuung oder den Außendienst.

Dem Interviewer stehen verschiedene Varianten zur Verfügung:

Er stellt in schneller Form kurze und oft auch mehrere Fragen
Es gibt Gesprächsunterbrechungen durch Telefonate oder durch andere Personen (Sekretärin). Bleiben Sie ganz gelassen und konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche.
Es fallen provozierende Statements. Heikle oder sogar intime Fragen sollen Sie „aus der Reserve“ locken.

Kein Grund zur Nervosität. Werden Sie mit dieser Art von Interview konfrontiert, gilt als oberste Prämisse: Bleiben Sie gelassen und vertreten Sie immer deutlich Ihre eigene Position. Geben Sie sachliche Antworten, lassen Sie sich nicht provozieren und zeigen Sie keine Gefühlsausbrüche. Ist Ihnen eine Frage zu intim, machen Sie das aber auch klar. Entweder Sie spielen mit und zeigen keine Emotionen oder Sie beenden das Interview, falls die Fragen wirklich unter der Gürtellinie enden sollten.

Das Gruppeninterview

Oft wird die Befragung auch von mehreren Personen durchgeführt. Sprechen Sie primär mit dem Personalverantwortlichen, vernachlässigen Sie aber auch die anderen Gesprächspartner nicht. Hier gilt es bei der Runde generell einen guten Eindruck zu machen.